
Das Krankenhaus ist sehr schön.
Man hat eine schöne Aussicht auf die Stadt.

Und die Umgebung ist sehr berühmt:
Gegenüber ist das Kaifu Gymnasium wo vor wenigen Wochen das Lehrerkollegium bei einer Haschisch Party erwischt wurde.

Und direkt daneben der ETV Sportverein.
Da wird nicht nur Sport betrieben.
Sondern anschliessend gibt es lautes Après Sport bis tief in die Nacht.
Da fühle ich mich akustisch wie zu Hause im Schanzenviertel.

Wir sind hier auf alle Eventualitäten vorbereitet.
Kreuz, Bibel und jeweils ein harter Stuhl für den Seelsorger und den armen Sünder stehen in meinem Zimmer bereit.

Das Krankenhaus hat tatsächlich ein offenes Ohr für alle Beschwerden.
Nachdem ich mich beschwert hatte, dass es morgens, mittags und abends fast ausschliesslich Fleischprodukte zu essen gibt bekomme ich jetzt zusätzlich immer ein kleines Salatschälchen serviert.

Wir sind hier eine Schicksalssymbiose.
Die Schwestern sind alle sehr freundlich.
Aber wir Patienten müssen auch freundlich sein.
Sonst gibt es keinen doppelten Kaffee.

Ab heute darf ich endlich mein Isolationszimmer verlassen und spazieren gehen.

Man bemüht sich hier im Hause die Angebote den individuellen Bedürfnissen der Patienten anzupassen.
Hier zum Beispiel die Auswahl in der Abteilung für Geburtshilfe.
Leider bin ich noch immer vergebens auf der Suche nach einer schönen Auswahl von Motorsport Zeitschriften.

Dabei pilgere ich von Station zu Station. Auf dem Weg zu meiner Lieblingslektüre habe ich schon alle Krankenstationen und alle Aufzugsanlagen kennengelernt.
Die Vorgaben zur Bedienung der Aufzugsanlagen erscheinen teilweise etwas kryptisch.
Aber ich habe inzwischen gelernt damit klarzukommen.